Finances "Weekly Specials"

Die Schweiz springt auf den Wachstumszug auf

SYLVIA WALTER CIIA: Die Schweiz springt auf den Wachstumszug auf

Die Veröffentlichung des Bruttoinlandsprodukt-Wachstums im dritten Quartal 2017 hat es belegt: Mit Verspätung springt die Schweizer Wirtschaft auf den Zug auf, der in Europa schon seit einigen Quartalen Fahrt aufgenommen hat. Gebremst wurde die wirtschaftliche Dynamik in der Schweiz durch die Stärke der heimischen Währung. Die Abwertung des Schweizer Franken insbesondere gegenüber Euro lässt die Unternehmer im Land etwas aufatmen. Dies wird nicht zuletzt durch den Einkaufsmanagerindex der verarbeitenden Industrie eindrücklich illustriert (s. Grafik). Eine Abwertung der heimischen Wirtschaft macht Produkte und Dienstleistungen preislich kompetitiver in einer globalisierten Welt. Exportorientierte Unternehmen profitieren besonders davon.

Aber auch die Zuversicht in der Tourismusbranche hat zugenommen. Die Buchungen für die kommende Wintersaison lassen mit einer höheren Zahl von Gästen in den Schweizer Hotels rechnen. Die grossen Städte verbuchten bereits durch das Jahr 2017 einen Anstieg von Geschäftsreisenden. Schlussendlich kann man davon ausgehen, dass eine Euro Aufwertung die Tendenz zum Einkaufstourismus der Schweizer Konsumenten etwas dämpft. Alles in allem gehen wir für das nächste Jahr von einem BIP-Wachstum von nahezu 2% aus – die höchste Rate seit dem Jahr 2014.

Merry Christmas!

Sylvia Walter Diplom-Volkswirtin

Autor(in): Sylvia Walter Diplom-Volkswirtin

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