Finances "Weekly Specials"

3 Jahre nach dem Frankenschock

SYLVIA WALTER CIIA: Wo steht die Schweizer Wirtschaft heute: 3 Jahre nach dem Frankenschock

Vor ziemlich genau drei Jahren, am 15. Januar 2015, überraschte die Schweizerische Nationalbank die allgemeine Öffentlichkeit mit der Aufgabe des Mindestwechselkurses des Schweizer Franken gegenüber dem Euro. Dies war ein Knall zu Beginn des Finanzjahrs 2015. Die Märkte waren stark verunsichert, ebenso die Industrie, aber auch andere Wirtschaftszweige. Der Franken wertete abrupt und deutlich auf. Sehr stark betroffen vom Entscheid der SNB waren sicherlich die grenznahen Detailhändler und die Tourismusregionen, welche stark von Besucherzahlen aus den Euro Mitgliedsländern abhängig sind. Allerdings versank die Schweizer Wirtschaft entgegen weit verbreiteter Ängste nicht in einer Rezession. 

Mitte des Jahres 2016 trat die globale Konjunktur in eine breit abgestützte Erholungsphase ein, welche bis zum heutigen Tag anhält. Insbesondere die Dynamik der Eurozone und somit der wichtigsten Handelspartner der Schweiz überraschte zunehmend positiv. Darüber hinaus wertete der Euro gegenüber dem CHF seit den französischen Wahlen sukzessive auf - eine grosse Entlastung für die Exportwirtschaft, die Tourismusbranche und den Detailhandel in der Schweiz. Die Talsohle des Wachstums ist durchschritten. Die Schweizer Wirtschaft springt mit Verzögerung auf den Wachstumszug auf. Für das Jahr 2018 kann man von einem Bruttoinlandsproduktwachstum nahe 2% ausgehen. Eine sehr stattliche Rate. Die Teuerung andererseits bleibt verhalten. Ein gesunder Arbeitsmarkt und tiefe Inflation sind wiederum gute Nachrichten für das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte in der Schweiz.

Grafik: Endlich wertet der CHF ab!

Sylvia Walter Diplom-Volkswirtin

Autor(in): Sylvia Walter Diplom-Volkswirtin

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