Finances Reports

Börsen im Höhenflug

Aktienmärkte ignorieren die Krise

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Die Finanzmärkte zeigen sich trotz politischer und wirtschaftlicher Ungewissheit von ihrer freundlichsten Seite. Am virtuellen Symposium von Jackson Hole unterstrich Fed-Chef erneut die Wichtigkeit einer lockeren Geldpolitik, worauf der US-Leitindex S&P 500 auf ein neues Rekordhoch kletterte.

Besonders die Aktienmärkte der USA haben wieder stolze Bewertungen erreicht. Dennoch sollten sich die Anleger nicht von den Dividendenpapieren abwenden. Langfristig dürfte sich nämlich eine sehr niedrige Aktienquote oder gar gänzliche Abstinenz von den Börsen als das grössere Performance-Risiko erweisen als die Unsicherheiten im Zusammenhang mit den US-Wahlen oder den Handelsbeziehungen zwischen den USA und China.
Die Ankündigung Powells bedeutet, dass wir eine steilere Zinskurve erwarten müssen. Während das lange Ende der Zinskurve mit höheren Inflationserwartungen nach oben schwingt, hält die US-Notenbank die kurzfristigen Zinsen nahe bei null. Mit anderen Worten dürfte die Renditen der zehnjährigen Treasuries wieder ansteigen.

Der Greenback dürfte in absehbarer Zeit kaum wiedererstarken. Das Bekenntnis der US- Währungshüter zu einer langfristig expansiven Geldpolitik schwächt die US-Valuta. Der Euro hingegen profitiert vom EU-Wiederaufbaufonds und der sich aufhellenden Konjunktur.
Steigende Obligationenrenditen in den USA könnten das Gold ausbremsen. Wir bleiben aber optimistisch, befindet sich das gelbe Edelmetall doch in einer strukturellen Hausse.
Die Ölmärkte sind nach den Turbulenzen vom Frühjahr wieder im Gleichgewicht. Wir gehen davon aus, dass kurzfristig nicht mit einem Anziehen der Preise zu rechnen ist, zumal die USA über hohe Lagerbestände verfügen.

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