Finances "Weekly Specials"

Umfassende Vorsorgeberatung 2013 – 2018

ANETTE JOSWIG: Umfassende Vorsorgeberatung 2013 – 2018

Gewisse Dinge sind einfach klar und man macht sie. So auch gern und zuversichtlich in die dritte Säule einzahlen. Sicherheit, Steuern sparen…das funktioniert.

Hier geht es um ein konkretes Beispiel einer Person, die keine dritte Säule besass, aber im Jahr 2013 mit Blick auf die Pensionierung per 2019 Steuern sparen wollte. Der Zeitpunkt ist ebenso echt wie sämtliche Berechnungen. 

Die aufwändige Excel-Tabelle  mit den Berechnungen bis 2028 war beeindruckend und ziemlich rasch obsolet. Zinsen, Kapitalgewinne Aktien, Einkommen aus Selbstständigkeit usw. – alles kam bekanntlich anders. Aber hier interessiert nur, ob die Vorsorgelösung besser als ein privates Sparen war.

Es wurden 6 Einzahlungen à CHF 20‘000 in die dritte Säule getätigt, jeweils am Jahresanfang. Die Auszahlung wird im Jahr 2019 erfolgen. Zum Vergleich habe ich berechnet, wie sich ein Aktiendepot entwickelt hätte (für das Jahr 2018 wird 0% berechnet).

Dritte Säule 2013-2018: 
6 Einzahlungen à je CHF 20‘000 mit Verzinsung bis 31.12.2018 : CHF 122‘150.
Steuerersparnis 6 Jahre = CHF 34‘000
Steuer bei Auszahlung= CHF 6‘000
Am 1.1.2019 werden also CHF 116‘150 ausbezahlt und CHF 34‘000 Steuern wurden gespart. Das ergibt immerhin CHF 150‘150 

Private Anlage: 
Hätte man jährlich das Geld an der Börse investiert, zugegeben es waren aussergewöhnliche Jahre und man brauchte Mut, wären CHF 189‘000 daraus geworden. 

Fazit:

  • In der Regel gewinnt bei den Berechnungen das Vorsorgesparen… nicht immer wie dieses Beispiel zeigt.
  • Vorsorgesparen lohnt sich vor allem bei hohem Einkommen. Dann wird es in der Tat schwierig, die Performance mit privaten Direktanlagen zu schlagen.
  • Es muss nicht immer Vorsorgesparen sein, wenn man flexibel bleiben will, die Zinsen so tief sind und man eine tiefe Steuerprogression hat. 
  • Eine Alternative ist Fondssparen in der Vorsorge. Vorsorge bedeutet aber auch immer hohes Sicherheitsbedürfnis. Darum würde ich zögern, bei den aktuellen Höchstkursen noch Wertschriften zu kaufen. Allerdings gab es seit 2013 dauernd Höchstkurse. Wenn man das gewusst hätte.
  • Rückblickend war die private Anlage lukrativer. Richtig oder falsch gibt es im Voraus aber nicht. Es hängt von Ihrer allgemeinen finanziellen Situation und Ihrer Kenntnis im Anlagegeschäft ab. 

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