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Risikoprämie zeigt, dass Zinsanstieg teure Wachstumstitel bedroht.

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Risikoprämie zeigt, dass Zinsanstieg teure Wachstumstitel bedroht

Im aktuellen Video zeigt Georg von Wyss mittels Risikoprämie auf, wie akut die teuren Börsenlieblinge durch steigende Zinsen bedroht sind. Demgegenüber bieten unterbewertete Aktien einen Schutz in einem solche Szenario.

Aufgrund des Zusatzrisikos von Aktien gegenüber Obligationen verlangen Investoren einen Renditeaufschlag, den man mit der Risikoprämie quantifizieren kann.

Die Risikoprämie definiert sich als 1/Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV oder PE) minus risikofreier Zinssatz. Wir verfolgen ihre historische Entwicklung in fünf Beispielen unten und nehmen dafür folgende Grundlagen:

als risikofreien Zinssatz die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihen in der Währung der entsprechenden Aktien;
die Gewinne, welche gemäss Bloomberg zu jedem historischen Zeitpunkt für die nächsten 12-24 Monate erwartet wurden.
In vielen Fällen ist die historische Risikoprämie über zehn Jahre bemerkenswert konstant geblieben, oder gar gesunken. Die stetig gesunkenen Zinsen haben daher unmittelbar zu steigenden Bewertungen, also KGVs, geführt. Mit anderen Worten, ein erheblicher Teil der Performance der aktuellen Börsenlieblinge ist mit den gefallenen Zinsen erklärbar. Jetzt wo die Zinsen eher wieder steigen als sinken, müssten sie das Gegenteil bewirken, und die Aktienkurse könnten trotz Gewinnwachstum Verluste erleiden. Gerade weil die Zinsen noch so tief sind, müsste sich ein Anstieg besonders Schmerzhaft auf die grossen teuren Börsenlieblinge auswirken. Im folgenden Video zeigen wir, wie man die Höhe einer Kurskorrektur berechnen kann.

Im Gegensatz sind Aktien mit tiefen KGVs viel weniger in Gefahr. Zudem sind bei unterbewerteten Aktien, wie wir sie halten, per Definition die Risikoprämien zu hoch. In jedem Szenario ist zu erwarten, dass diese auf normale Niveaus zurückfallen. Im schlechtesten Fall bietet die Rückkehr zur Normalität in unseren Aktien einen wichtigen Schutz gegen einen allgemeinen Abwärtstrend, und je nachdem erlaubt sie sogar Kursgewinne.

Somit stellt Value Investing ein Hedge für Zinspessimisten dar. Sollten die Zinsen weiter tief bleiben, dann müsste eine Neubewertung der unterbewerteten Titel ebenso zu guter Performance führen.

- Georg von Wyss

 

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