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Rücksetzer an den Börsen

Rücksetzer an den Börsen

Liebe Leserinnen
Liebe Leser

Die Aktienmärkte sind im Berichtsmonat tief in die rote Zone abgetaucht. Ausgelöst hatten den Kurssturz Hobbyanleger, die sich auf der Social-Media-Plattform Reddit organisierten und gegen die spekulativen Long/Short-Hedgefonds wetteten. Das Kräftemessen führte zu einer Reduktion der Bewertung der weltweiten Börsen um rund 3,6 Billionen US-Dollar. Die Hedgefonds mussten ihre Leerverkäufe decken und die daraus entstandenen Verluste mit Verkäufen anderer Anlagen decken.

In den USA und Europa bleibt die Teuerung niedrig. Die US-Zinsen gerieten aber wieder in Bewegung, und die Renditen zehnjähriger US-Treasuries stiegen über die Marke von einem Prozent. Hinter dieser Entwicklung stehen Erwartungen auf weiter steigende Staatsschulden und höhere Inflationsraten. Ein Überschwappen der Zinsanstiege nach Europa scheint aber momentan eher unwahrscheinlich.
Obschon die Preise für Aktien von ihren Allzeithochs abrutschten, dürften die Aussichten gut bleiben. Wir erwarten kurzfristig etwas nervösere Märkte, was wiederum die Volatilität erhö- hen dürfte. Den Börsen wird die Luft aber wohl dennoch nicht ausgehen.

Der Greenback wird weiter zur Schwäche neigen, was auf die sehr expansive US-Geldpolitik zurückzuführen ist. Die gestiegenen US-Anleiherenditen dürften dem US-Dollar aber den- noch in die Karten spielen.
Gold muss weiterhin mit Gegenwind kämpfen, und kurzfristig wird sich daran auch nichts ändern. Deshalb gehen wir weder von einer Trendwende noch von sinkenden Preisen aus. Vielmehr dürften wir eine Verschnaufpause erleben.
Die Ölpreise sanken in den USA trotz fallender Lagerbestände. Generell eine Rolle spielen dürften dabei weltweite Reisebeschränkungen infolge der Covid-Pandemie, die die Nach- frage beschränken. Eine Preiserhöhung ist deshalb erst im späteren Verlauf des Jahres zu erwarten.

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