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Lebenslanges Lernen – nie abgeschlossen haben – nie stehen bleiben!

SLIC Reportage - Lebenslanges Lernen

Lebenslanges Lernen – nie abgeschlossen haben – nie stehen bleiben!

Ich bin Teil jener Generation, in der man in jungen Jahren zu hören bekam: «Eine gute Grundbildung ist die Basis, der Rest kommt dann im Berufsleben mit der Erfahrung.» Heute gilt: «Es braucht ein lebenslanges Lernen». Diese Aussage ist überall präsent. Doch was bedeutet sie wirklich?

Natürlich ist inzwischen klar, dass es keine Altersgrenzen mehr gibt für nachträgliche Studiums-Einschreibungen oder zusätzliche Abschlüsse. Es verwundert auch niemanden mehr, wenn Personen im Alter von 40 Jahren ihre aktuelle Position hinterfragen und sich danach beruflich ganz neu orientieren.

Lebenslanges Lernen bedeutet aber sehr viel mehr als die Nutzung dessen, was die offiziellen Möglichkeiten und die Bildungsprogramme verschiedener Institutionen bieten. Es bedeutet, dass ich mich selbst immer wieder hinterfrage, ob mein aktueller Wissensstand genügt, um meine persönlichen Zielsetzungen zu erreichen. Es bedeutet, dass ich mich nicht nur mit meiner Positionierung auseinandersetze, sondern auch mit den Anforderungen, die dadurch an mich gestellt werden.

Dabei gibt es eine neue grosse Herausforderung: Wir können uns beim lebenslangen Lernen nicht nur auf Fachwissen konzentrieren. Immer mehr werden wir durch die technische Entwicklung gleichzeitig mit einem gesellschaftlichen Wandel konfrontiert, was stetige Anpassungen unsererseits verlangt – das gehört genauso unter die Rubrik «Lebenslanges Lernen».

Leider wird diesem relevanten Aspekt oft zu wenig Gewicht beigemessen, da die neuen Ansprüche, die durch diese Veränderungen entstehen, nicht einfach wie Fachwissen gelernt werden können. Um uns hier weiterbilden zu können, müssen wir uns mit unseren eigenen Ängsten und Bedenken auseinandersetzen – und vor allem auch realisieren, dass wir vieles von der jüngeren Generation lernen können.

Wissensvermittlung muss in Zukunft fliessend zwischen den Generationen stattfinden. Wenn wir das akzeptieren, haben wir uns die notwendige Basis verschafft, «Lebenslanges Lernen» wirklich umzusetzen.

Ihre Petra Rohner

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